Bin ich bei einer Psychologin überhaupt richtig?
Diese Skepsis kenne ich gut.
Ich arbeite oft mit Menschen, die Verantwortung tragen, Entscheidungen treffen, nach außen funktionieren und bei denen sich innerlich trotzdem etwas nicht mehr zusammenfügt. Von außen sieht man ihnen das kaum an.
In meiner Arbeit geht es um Klarheit. Sie braucht Zeit, und sie zeigt sich oft erst, wenn Rollen und Erwartungen eine Weile beiseitestehen, auch das Bild, das man von sich selbst herumträgt.
Was wir besprechen und was es für Sie bedeutet, bestimmen Sie. Ich höre zu, frage nach und bleibe da, wo es noch unklar ist, auch wenn das manchmal länger dauert, als Ihnen lieb ist.
Sie müssen hier nicht besser werden. Nur echter.
Stimmt das Leben, das ich lebe, noch?
Oft kommt diese Frage, wenn es still wird: abends, am Wochenende, im Urlaub.
Viele Menschen arbeiten hart an sich: an ihrem Verhalten, ihrer Resilienz, ihrem Mindset. Und übersehen dabei die Frage, um die es eigentlich geht.
Die Unruhe, die sie dann spüren, ist meist ein Signal, und es lohnt sich, darauf zu hören. Nicht alles, was wehtut, ist krankhaft. Und nicht alles, was sich gerade gut anfühlt, trägt einen auch weiter.
Selbstoptimierung gibt es anderswo genug. Bei mir sehen wir zuerst genau hin. Was daraus folgt, zeigt sich mit der Zeit: Manches verändert sich. Manches darf bleiben. Manches ist vorbei.
Klarheit kommt vor Veränderung. Veränderung ohne Klarheit ist meist bloßer Aktionismus.
Ich arbeite personzentriert. Was das bedeutet und worin es sich von Psychoanalyse oder Verhaltenstherapie unterscheidet:
Sie sind mehr als Ihr Problem.
Ein einzelnes Problem zu lösen, ist selten das ganze Ziel. Sie sollen mit dem, was Sie jetzt beschäftigt, besser zurechtkommen und mit dem, was später kommt, auch. Viele werden dabei unabhängiger, klarer und sicherer in ihren eigenen Entscheidungen.
Was heute ist, reicht meist aus.
Nach dem Warum muss ich selten fragen, und Ihre Kindheit nehmen wir nicht Stück für Stück auseinander. Die Muster, die wichtig sind, zeigen sich auch in dem, was Sie heute erleben.
Ich schaue auf das, was Sie können.
Im Mittelpunkt stehen Sie und Ihre Möglichkeiten. Eine Diagnose, die man Ihnen an die Stirn heftet, hilft dabei wenig. Sie sind der Experte für Ihr Leben, und so arbeite ich auch mit Ihnen.
Sie geben die Richtung vor.
Sie bringen mit, worüber Sie sprechen wollen, und Sie entscheiden, wohin das Gespräch geht. Ich folge Ihnen dabei. Dahinter steht die Überzeugung, dass in Ihrer Freiheit eine Kraft liegt, im Großen wie im Kleinen. Das passt besonders zu Menschen, die sich selbst verstehen wollen und bereit sind, an ihren Fragen zu arbeiten.
Das Wichtigste ist die Beziehung zwischen uns.
Ich urteile nicht über Sie, ich begegne Ihnen mit Respekt und versuche zu verstehen, wie Sie die Dinge erleben. In einem solchen Gespräch wird es leichter, sich selbst zu verstehen, eigene Entscheidungen zu treffen und anderen Menschen neu zu begegnen. Beziehungen können verletzen. Gute Beziehungen können auch heilen.
Häufig gestellte Fragen
Muss es mir richtig schlecht gehen, damit ich zu Ihnen kommen kann?
Nein. Zu mir kommen viele Menschen, die gut im Leben stehen und trotzdem spüren, dass etwas fehlt. Im englischsprachigen Raum ist das verbreitet und hat einen eigenen Namen: Counselling, psychologische Beratung. Man geht hin, bevor aus einer Frage eine Krise wird.
Bei schweren psychischen Erkrankungen kann eine psychiatrische Behandlung nötig sein, manchmal auch ein Klinikaufenthalt. Wenn ich merke, dass Sie das brauchen, sage ich es Ihnen offen und helfe Ihnen, die passende Stelle zu finden.
Was unterscheidet das von einer Psychoanalyse oder Verhaltenstherapie?
Der personzentrierte Ansatz geht auf den amerikanischen Psychologen Carl Rogers zurück und hieß in Deutschland lange Gesprächspsychotherapie. Er gehört zu den humanistischen Verfahren, einer von drei großen Richtungen.
Die psychodynamischen Verfahren gehen auf Sigmund Freud zurück und suchen die Ursachen im Unbewussten und in der Kindheit. Die Verhaltenstherapie geht davon aus, dass Verhalten erlernt ist und sich wieder verlernen lässt. Sie arbeitet viel mit Gedanken und Verhaltensmustern. In beiden Richtungen tritt der Therapeut eher als Experte auf.
In den humanistischen Verfahren arbeiten Therapeut und Klient auf Augenhöhe. Ich traue Ihnen zu, Ihre Antworten selbst zu finden, und begleite Sie auf dem Weg dorthin.
Wie viele Sitzungen brauche ich?
Das ist sehr verschieden. Viele Klienten spüren nach 10 bis 20 Sitzungen eine deutliche Veränderung. Manchen reichen weniger, andere brauchen länger. Nach den ersten Treffen können wir gemeinsam besser einschätzen, wie es bei Ihnen aussieht.
Muss ich mich auf die Termine vorbereiten?
Kaum. Was in der Therapie wirkt, entsteht zwischen uns, und Ihr Anteil daran ist größer, als viele denken. Gut gerüstet sind Sie, wenn Sie erwarten, dass Ihnen die Gespräche helfen können, und wenn Sie wissen, dass sie auch anstrengend werden können. Warum Sie kommen, darf anfangs noch unscharf sein. Dafür sind die Gespräche ja da.
Wie sicher sind die Online-Gespräche?
Ich nutze die kostenpflichtige Version von Zoom mit Servern in der EU und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Damit erfülle ich nach heutigem Stand die Datenschutzvorgaben der EU. Ändern sich die Regeln oder ändert sich Zoom, ziehe ich nach.
Was kostet eine Sitzung, und übernimmt meine Krankenkasse die Kosten?
Eine Sitzung dauert 60 Minuten und kostet 200 Euro.
Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen meine Arbeit nicht, auch nicht über das Kostenerstattungsverfahren. Ich arbeite deshalb ausschließlich mit Selbstzahlern.
Private Versicherungen übernehmen die Kosten nur in Ausnahmefällen, weil ich nicht nach der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP) abrechne, die viele Versicherer voraussetzen. Ob Ihr Tarif eine Ausnahme vorsieht, erfahren Sie am sichersten direkt bei Ihrer Versicherung.
Welche Qualifikationen haben Sie?
- Diplom-Psychologin (TU Berlin, 2004)
- Heilpraktikerin für Psychotherapie, staatlich zugelassen
- Personzentrierte Beraterin (GwG – Gesellschaft für Personzentrierte Psychotherapie und Beratung e. V.)
- Ausbildung in Focusing beim Deutschen Focusing Institut (DFI), einer humanistischen Methode, die den Körper stärker einbezieht
Regelmäßige Supervision und Lehrtherapie bei einer personzentrierten Kollegin sorgen dafür, dass ich selbst in Entwicklung bleibe und aufgeräumt bei meinen Klienten bin.
Arbeiten Sie auch mit Kindern und Jugendlichen?
Mit Jugendlichen ab 16 Jahren ja, mit Kindern nicht. Dafür fehlen mir die Ausbildung und die Ausstattung.
So erreichen Sie mich.
Persönlich in Berlin oder online.
Meine Praxis liegt am Kurfürstendamm 15 in Berlin. Online können wir sprechen, wo immer Sie gerade sind.
Wenn Sie noch nicht sicher sind, ob ich die Richtige für Sie bin, klären wir das in einem ersten kurzen Gespräch.
- Buchen Sie Ihren Termin direkt in meinem Online-Kalender.
- Schreiben Sie mir an office@brittabettendorf.com
- Rufen Sie mich an: 030-220131181 (aus dem Ausland +49 30 220131181).
Ich freue mich, von Ihnen zu hören.
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Member of Gesellschaft für Personzentrierte Psychotherapie und Beratung e.V.